Entwicklungsbericht

  Alles begann mit einem Korsett aus verchromten Stahl. Ich entwickelte dieses als Garderobe für meine Frau zu einer Schlossparty. Nach dem ersten Modell folgten weitere Variationen einer Mode aus Stahl, bis hin zur Keuschheitshose - natürlich alles für die Dame.
Nach einiger Zeit häuften sich Anrufe von Herren, die sich für das Thema Keuschheit interessierten. Ich begann, mich damit auseinander zu setzen. Durch mehrere Unterhaltungen am Telefon erfuhr ich, welche Erfahrungen die Herren gesammelt hatten, die schon einen KG trugen (gekaufte oder selbstgebaute Modelle). Natürlich hörte ich auch deren Probleme. Es stellte sich heraus, dass ein richtiger Männer-Keuschheitsgürtel so einige Anforderungen erfüllen sollte.

1.) soll er über lange Zeit tragbar sein, ohne körperliche Probleme zu verursachen,
2.) soll er unter der Alltagskleidung nicht sichtbar sein,
3.) soll er innen den maximalen Komfort bieten, d.h. keine Druckstellen im Hodenbereich aufweisen, da dort schon viele schmerzliche Erfahrungen gemacht wurden. Außerdem soll der Hodenbereich so konstruiert sein, dass er nicht am Metall anliegt und so permanent Wärme entzogen wird, da man sonst das Gefühl hat, ständig zur Toilette zu müssen.
4.) Toilette: natürlich soll jedes Geschäft im abgeschlossenen Zustand ordentlich erledigt werden können und
5.) soll bei Figurveränderung auch der KG seine Größe bzw. Passform mit ändern können.
Trotz der hohen Ansprüche versprach ich, mich darum zu kümmern. Die Interessenten sollten sich nach ca. 3 Monaten wieder melden.
Als erstes fertigte ich einen Abdruck vom männlichen Körper an und begann eine Metallverkleidung über die Genitalien zu formen. Ich versuchte das so knapp wie möglich zu gestalten. Ich trat von meinem Arbeitstisch ein paar Schritte zurück, lehnte mich mit verschränkten Armen an den Amboss und betrachtete den Abdruck.
Ich bemerkte dabei, dass aus dem Blickwinkel auch die Ehefrau ihren Mann sieht und mir wurde klar, dass der Gürtel noch einen Punkt 6.) benötigt, nämlich, dass er auch eine Ästhetik besitzen muss, dass der Mann darin nicht wie ein Trottel aussehen darf, sondern ein richtiger Mann bleibt.
Ich entschied mich für eine Slipform über den gesamten Bereich, nicht für eine Hose mit auftragender Beule, die sich dann unter der Alltagshose wieder abzeichnen würde (Punkt 2). Bei der Slipform nutzte ich die gesamte Höhe der Metallhose und liess die Wölbung langsam in den Genitalbereich einfließen. Dadurch baut der KG nicht nach vorne auf, sondern nur ein wenig nach unten. Beim Sitzen im Auto oder auf dem Bürostuhl ist das kein Problem, nur auf einer harten Bank drückt sich der Gürtel etwas nach oben, was sich durch eine sehr aufrechte Sitzhaltung bemerkbar macht.
Aus Berichten meiner Kunden über andere KGs hörte ich immer das Problem, dass wenn das Hinterteil aus Flachbändern oder Ketten besteht, kann der Träger im Liegen, weil dann der Bauch einfällt, an den Käfig greifen, ihm anheben und sein, bestes Stück seitlich herausholen, da der Po flexibel ist und sich die Eisenbänder an dieser Stelle einfach eingraben. Die Hauptursache liegt an den zu geringen Flächen, die auf dem Po aufliegen und weil die Gürtel zu flexibel sind.
Aus dem Aspekt kristallisierte sich ebenfalls eine Slipform für das Hinterteil heraus. Bei so einer dreidimensionalen Po-Fläche, die natürlich für jeden angepasst werden muss, ist kein Reindrücken mehr möglich, um vorne mehr Luft zu bekommen und die Genitalien bleiben sicher an ihrem Platz. Natürlich lassen sich Ketten oder Bänder viel leichter ablängen, als für jeden Kunden - Po ein dreidimensionales Blech von Hand zu schmieden, aber schließlich geht es ja um die Sicherheit, die ein Keuschheitsgürtel bieten muss.

Der KG wurde an den Hüften verschlossen und konnte durch separat gefertigte Hüftbleche eine relativ einfache Anpassung bei Gewichtsveränderung gewährleisten und so Punkt 5 erfüllen.
Nach 3 Monaten hatte ich ein ziemlich futuristisches, modisches Stück angefertigt, das jedoch noch nicht tragbar war. Die Metallkanten, die senkrecht zum Körper im Schritt laufen, sorgten beim Gehen und Sitzen für erhebliche Druckstellen. Durch zahlreiche Versuche verging wieder ein Monat, doch das Ergebnis war gleich Null. An diesen Stellen war eine flexible Kante erforderlich, die sich bei jedem Schritt anpassen kann und nicht auf die Blutzufuhr der Beine drückt, so dass diese einschlafen könnten. Ich suchte nach einem Material mit Silikoneigenschaften. Da dieses zudem noch ein schlechter Wärmeleiter ist, könnte ich damit auch die Hoden einpacken und somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und gleich Punkt 3 erledigen.

  Nach einigen Experimenten und einem weiteren Monat fand ich ein Material, dass die wesentlichen Probleme lösen konnte. Es durfte keine Hautallergien hervorrufen und keine Lösungsmittel oder Weichmacher abgeben, sondern musste eine chemisch abgeschlossene Reaktion haben.
Nach den letzten Versuchen mit der Steifigkeit des Materials konnte ich Anfang März 1997 auf der Erotikmesse „Ekstase" in Koblenz das erste brauchbare Modell des Männer-Keuschheitsgürtels präsentieren.

Auch die ersten ungeduldigen Kunden konnte ich nun beliefern. Natürlich hatte der KG noch Kinderkrankheiten, die sich durch den Kontakt zu meinen Kunden „heilen" liessen.
Zum Beispiel war der Gürtel noch zu hoch geschnitten. Durch die neue sportliche tiefergeschnittene Form konnte der Komfort des Sitzens sehr verbessert werden. Auch stellte sich das Silikon als sehr brauchbar heraus.


Reinigung


Um Punkt 4 zu erfüllen, muss der Weg zur Toilette natürlich im abgeschlossenen Zustand möglich sein. Aus diesem Grund befindet sich an der tiefsten Stelle eine Öffnung, aus der Urin abfließen kann. Leider kam es dabei wieder zu einer Kinderkrankheit, indem ein erigierter Penis das Loch verstopfte und das Wasser in der Kammer ansteigen liess. Die Folge war Aufschließen und Reinigen. Von da an hält ein Reservoir den Abfluss frei und erfüllt so Punkt 4.
Die Stahlkanten im Bereich des Poloches müssen beim Sitzen hohen Belastungen standhalten, da diese Stellen durch das große Poloch geschwächt sind. Damit es zu keinen Verformungen kommt, habe ich den KG noch mit einer runden Kantenverstärkung ausgestattet.
An eine Sache hatte ich bis jetzt noch nicht gedacht. Der Sinn des KG war, man sollte nicht mehr an sich herankommen. Das war perfekt gelöst, sogar so perfekt, dass man sich auch nicht mehr reinigen konnte. Nach 2 - 3 Tagen begann es aus der Kammer zu riechen....
Dieses Problem schien unüberwindlich zu sein. Unter der Dusche dachte ich an die Mondlandung von Apollo 8. Ein Astronaut berichtete von seinen Gefühlen als er in seinem Schutzanzug im Weltall hing und nur durch seine „Nabelschnur" mit dem Raumschiff verbunden war. Um ihn herum war Stille. Das Einzige, was er hörte, war das Surren der Umwälzpumpe, die ihm ständig warmes Wasser durch seine Unterhose pumpte. Die Ingenieure der NASA hatten das gleiche Problem wie ich. Dieser Mann konnte auf seinem Flug zum Mond nicht auf die Toilette gehen, ja nicht einmal seinen Anzug ausziehen. Dennoch musste die Hygiene gewährleistet sein.

Das brachte mich auf die Idee, ein innenliegendes Rohrsystem zu entwickeln, dass mit Hilfe einer von außen adaptierten Spritze warmes Wasser durch kleine Düsen um das Glied spülen sollte.
Nach ca. zwei Wochen war dieses Problem nun doch noch gelöst. Die Tragezeit kann nun auf unbegrenzte Zeit gesteigert werden, was allerdings von der jeweiligen Motivation des Trägers abhängt (Punkt 1).
 

Verschluss

Die letzte Veränderung an dem nun ausgereiften und funktionierenden Modell führte ich auf vielfachen Kundenwunsch aus. Sie meinten, der KG wäre noch nicht ganz „ausbruchsicher". Die freiliegenden Schlossbügel boten nicht genug Schutz vor Bolzenschneidern, sie wünschten sich ein eingebautes Schlosssystem.
Um die Sache zu vereinfachen, besorgte ich mir die Magnetschlösser, die in Kliniken eingesetzt werden, wo Menschen an Anfällen leiden. Schnell zu bedienen, keine Schlüssel - einfach genial. Einziger Nachteil: Jeder x-beliebige Magnet konnte dieses Schloss öffnen. Schade. So begann ich wieder zu tüfteln.
Am 5.5.2000 war es dann soweit. Nach einem anstrengenden Arbeitstag hielt ich den ersten KG mit eingebautem Schlosssystem in den Händen.

Die Kunden, die bereits ein Modell mit freiliegenden Schlössern besitzen, können es gern nachrüsten lassen.

 

vier Jahre später  (November 2004)

Über diesen Zeitraum konnte ich eine Vielzahl an Langzeiterfahrungen von meinen Kunden sammeln, die den Gürtel tagtäglich tragen. Es stellte sich bei einigen der letzteren Träger heraus, dass die Scharnierbefestigung im Schrittbereich, die durch verchromte Messingnieten realisiert wird, nach einiger Zeit die Verbindungskraft verlor.

Nietenproblem

Die Untersuchung in meiner Werkstatt ergab, dass die Qualität der Nieten im Laufe der Zeit immer schlechter wurde. Über die Bezugsfirma kam heraus, dass aus Profitgründen andere Hersteller bevorzugt werden, die günstiger aus dem Ausland liefern können, natürlich wie immer auf Kosten der Qualität. Da dieser Trend auch alle anderen Anbieter befallen hatte, schien es fast unmöglich zu sein, Doppelhohlnieten zu bekommen, die die Eigenschaften besitzen, beidseitig glatte Köpfe zu haben, nicht rosten und stabil genug sind, um den starken Scherenkräften, die in diesem Bereich auftreten, standzuhalten.
Andere Verbindungsmöglichkeiten, um das Nietenproblem zu umgehen, z.B. das Anschweißen des Scharnieres in dem Bereich, wäre keine dauerhafte Option gewesen, da mögliche Änderungen, die durch Figurveränderungen meiner Kunden entstehen können, dann nicht mehr ausführbar wären.
Ich kam erst dann der Lösung näher, als ich mich von dem Gedanken getrennt hatte, mich aus einer gekauften Schachtel zu bedienen und fertige Nieten für die Verbindungstechnik einzusetzen.

Mit freiem Kopf stöberte ich in den Regalen meines Industriebedarf-Großhändlers und traf auf eine Nietenart, die für einen anderen Zweck gedacht war. Ich stellte mir vor, wie ich diese durch eigens angefertigte Werkzeuge zu einer Rohrniete umfunktionieren könnte. Mit dem dritten Satz Umformungswerkzeuge, die ich extra noch härten musste, hat es dann endlich funktioniert. Die neue Verbindung am Scharnier ist nun perfekt.  

Kammertrennung

Eine andere Sache war, dass aus der Ergonomie der Penisröhre noch weiterer Komfort herauszuholen war. Da die Penisröhre eine glatte, weiche, flexible Oberfläche besitzt und sich durch Gleitmittel noch warm und glitschig anfühlt, entsteht bei dem Träger leicht das Gefühl, irgendwo drinzustecken und davon umschlossen zu werden. Die Liebhaber der Engheit genießen es, den Gegendruck zu spüren, der in der Röhre entsteht, wenn das Glied anwächst.
Um das Gefühl noch mehr auskosten zu können, entwickelte ich ein neues Modell, was den Penis jetzt schon weiter oben am Schaft umschliesst. Das hat den Vorteil, dass Hodensack und Penis noch mehr voneinander getrennt werden und dadurch das Gefühl entsteht, noch weiter und tiefer drinzustecken.
Da mir von Anfang an wichtig war, eine genormte Aufnahme zu schaffen, kann selbst der älteste KG mit dieser Kammer ausgestattet werden.

noch ein Jahr später  (August 2005)

Nun komme ich zu einer Neuentwicklung, die eigentlich gar nicht so neu ist, da ich dieses schon mal vor Jahren, auf einen ganz speziellen Wunsch, für eine edle Dame konstruiert hatte, die ihren Haussklaven damit ausstatten wollte (genauer nachzulesen in Deck 5 „Schloss Dornberg“, Episode 7).

Postange

Was damals eine Einzelanfertigung war, sollte jetzt weiterentwickelt in Serie gehen. Als erstes fing ich an, mich mit der Po-Öffnung zu beschäftigen. Durch diese sollte eine dünne Stange laufen, die es einerseits (als 7. Punkt) verhindern soll, dass der Träger des Keuschheitsgürtels nicht mehr die Möglichkeit hat, sich durch Dildos Spaß zu verschaffen und andererseits (als 8. Punkt) sollte, wenn es die Herrin wünscht, er mit einem Dildo ausgestattet werden können, der fest in ihm steckt und nicht von ihm bewegt oder herausgenommen werden kann. Meine damalige Konstruktion war ziemlich simpel gelöst, da ich die Stange einfach eingeschweißt habe.
Eine elegantere Lösung schwebte mir vor, eine Stange, die leicht zu montieren, aber nach dem Anlegen und Verschließen, so fixiert sein muss, dass sie nicht mehr entfernt werden kann. Natürlich musste die Stange längs durch das Po - Loch verlaufen, um den Vorteil nutzbar zu machen, dass darauf später ein eigens gebauter Dildo befestigt werden kann, der dann auf dieser Stange gleitend gelagert wird, um bei allen Körperbewegungen seine Lage anpassen zu können. Natürlich war klar, dass man auch den ältesten Gürtel damit nachrüsten können sollte.

Ganze drei Tage habe ich mich mit dieser Herausforderung beschäftigt. Erst beim Motorradfahren, also in der Freizeit, ist mir dann die eleganteste und genialste Lösung eingefallen. Ab da konnte ich gar nicht schnell genug nach Hause in meine Werkstatt kommen, um diese Lösung nicht nur vor meinem geistigen Auge zu sehen, sondern sie wirklich hochglanzpoliert in meinen Händen halten zu können.  

Um 3 Uhr in der Nacht war es dann endlich soweit. Aber durch mein „Schöngucken“ und genießen ist noch soviel Zeit vergangen, dass ich erst um 5 Uhr morgens ins Bett gekommen bin. Erst da bemerkte ich, dass ich noch in Motorradhose und -Stiefeln steckte und damit am Schmiedefeuer gestanden hatte.

Dildo

Auf diese Basis aufbauend, konnte ich mich nun Punkt 8.) widmen, der Herstellung eigener Dildos. Natürlich dachte ich zuerst an Edelstahldildos. Die hätten aber den Nachteil gehabt, dass sie durch ihr Gewicht den Gürtel nach unten ziehen und so den Druck auf die Beckenknochen erhöhen würden.
Aus diesem Grund entschied ich mich für ein schönes ansprechendes Material, das Plexiglas. Auf der Drehbank fertigte ich die ersten Prototypen der Dildos, um mich an die ideale Form herantasten zu können. Einer meiner Kunden, der sich als Tester bereiterklärte und der ein Liebhaber von Dildos ist, testete die verschiedenen Formen, natürlich in Verbindung mit seinem Gürtel.

  Heraus kam, dass die Kopfformen der Dildos keine besondere Wirkung auf das Tragegefühl haben, weil sie, wenn sie einmal im Körper stecken, überhaupt nicht mehr erfassbar sind, sondern nur gespürt werden, wenn der Dildo den Schließmuskel passiert. Anders verhält es sich mit dem Ende des Dildos, was ja vom Schließmuskel permanent umfasst wird, dort ist die Form dauerhaft zu fühlen.


Eine der interessantesten Formen war die jenige, die den Dildo am Ende durch einen kleinen Radius schnell und abrupt enden liess. Dies wäre nicht unbedingt etwas Besonderes für einen Dildo, aber durch die Kombination mit unserem fest sitzenden KG wird der Dildo von der Po-Stange exakt auf einer tiefen Position gehalten. Und wenn das Ende des Dildos dann noch so positioniert ist, dass das abgerundetes Ende sich genau in der Mitte des Schließmuskels befindet, wird der Dildo durch Körperbewegungen ständig hinein- und herausbewegt. Dadurch öffnet und schliesst sich der Muskel ständig, was sich logischerweise sehr erregend anfühlt. Mein Testkunde, der schon einige Gefühle auf diesem Gebiet verkostet hatte, war völlig begeistert von diesem neuartigen Feeling, weil Dildos, die durch Schrittriemen oder ähnliches gehalten werden entweder, je nach Bauart, den Schließmuskel immer geschlossen oder immer geöffnet halten.

Reizstromdildo

Die Erkenntnisse aus der Formgebung des Dildos wollte ich nun in die Konstruktion unseres Reizstromdildos einfließen lassen. Bei Reizstrom ist die Position der Kontaktflächen für das Gefühl entscheidend, natürlich in Verbindung mit Stromstärken und Frequenzen. Man unterscheidet bei Reizstromdildos zwei verschiedene Gefühlserlebnisse. Ist die Kontaktfläche mehr oben, also innerhalb des Körpers, entsteht das Gefühl, als würde der Unterleib großflächig pulsieren. Ist die Kontaktfläche am Ende des Dildos, also am Ringmuskel, wird dieser durch den Reizstrom kontraktiert, was sich punktueller anfühlt. Wenn man sich nun noch vorstellt, dass der Dildo nicht nur im Körper ruht, sondern sein Ende mit der Erlebnisform ausgestattet ist, die den Ringmuskel dabei ständig öffnen und schließen lässt, ist das Erlebnis noch intensiver.

Wenn der Dildo nun noch die Möglichkeit bieten würde, zwischen Erlebnisform (Rein – Raus - Bewegung) und fest steckender Position wählen zu können, wäre das optimal.
Nun hatte ich mir in den Kopf gesetzt, alle vier Aspekte in einem einzelnen Dildo zu integrieren, so dass meine Kunden den Vorteil hätten, mit einer Anschaffung die ganze Bandbreite der Gefühle zu bekommen.
 

Als erstes fuhr ich zu meinem Lieblings-Elektronikhändler und holte mir verschiedene Stecker und Kupplungen, sowie flexible Silikonkabel, mit deren Maßen ich dann am Zeichenbrett konstruieren konnte. Nach einem Tag hatte ich eine ungewöhnliche Konstruktion mit Maßen, zum Fertigen auf der Drehbank, auf dem Papier. Die 6-teilige Steck- und Schraubkonstruktion ist eine Besonderheit, weil sie individuell für jeden Geschmack zusammengesteckt und mit einer Edelstahl-Ringschraube verschraubt werden kann.

Stromkammer mit Kabel

Zufrieden konnte ich nun zum 9.) und letzten Punkt übergehen, den ich mir noch vorgenommen hatte, nämlich die Ausstattung der Penisröhre mit Reizstromkontakten. Glücklicherweise lernte ich rechtzeitig einen Kunden kennen, der so weit ging, dass er alle möglichen Stellen auf seinem Glied mit dünnen Aluminiumstreifen beklebte und diese der Reihe nach mit einen Elektro -TENS - Gerät unter Strom setzte. Er fand dabei heraus, dass wenn die Kontaktfläche 4 cm breit und 1 cm hoch ist und diese sich 1 cm unterhalb der Eichel befindet, man in der Lage ist, mit dem Elektro -TENS - Gerät, was bestimmte Programme besitzen muss, je nach Wellenform, einen lustbringenden Orgasmus zu bekommen oder durch ein anderes Programm eine schmerzhafte Bestrafung erfahren zu dürfen.
Mit diesen Erfahrungen schien es mir sinnvoll, da es sich um einen Keuschheitsgürtel handelt, dass der Verbindungsstecker innenliegend platziert sein muss, damit der Träger im abgeschlossenen Zustand nicht selbständig das Stromgerät anschließen und sich damit selbst Erleichterung verschaffen kann. Diese Anwendung ist nur der Schlüsselherrin vorbehalten, denn nur sie entscheidet über Lust oder Schmerz, da sie die Macht und die Kontrolle über ihn ausübt.
Da die Kontaktfläche dreidimensional gewölbt sein muss, formte ich diese aus einem edlen Material und platzierte die Kabel mit Engelshänden am Positivmodell der Gießform so entlang, dass sie die Verformungen der fertigen Kammer mitmachen konnten.
Diesen Prototypen Nr.1 bekam der Kunde, von dem ich die Infos hatte und tauschte mich mit ihm wegen neuen Verbesserungen aus.
Nun folgten die Detailverbesserungen. Prototyp Nr.2
stattete ich mit einer Messinghülse aus, die den Zentrierzapfen umfasst und somit den Rückfluss zum Minuspol (dem gesamten Gürtel) schafft. Bei der Röhrenkontaktfläche am Penis ging ich auf eine flexible Flächen - Elektrode über.
Um zusätzlich den Reiz auf das Glied zu verstärken, empfiehlt sich, Ultraschallgel in die Kammer einzubringen. Damit dieses Ultraschallgel die Flächenelektrode optimal benetzt, verlegte ich noch zusätzlich die Reinigungskanäle in eine fächerförmige Anordnung, direkt oberhalb der Elektrode. Das bietet nun den Vorteil, dass das Ultraschallgel, was dünnflüssiger ist als normales Elektrodengel, mit einer seperaten (zum Stromkammer-Set gehörenden) Spritze direkt zwischen Penis und Elektrode gedrückt wird.

Diesen Prototypen Nr. 2 bekam dann mein Tester, der immer die Alltagstauglichkeit prüft.
Er schaffte es im abgeschlossenen Zustand, auf dem Rücken liegend, dabei seinen Bauch extrem einziehend sich mit seiner Hand durch sein flexibles Körpergewebe, einen Tunnel bahnend den Verbindungsstecker einfach aus der Kupplung zu ziehen. Das wäre ja nicht das Schlimmste gewesen, aber anders herum - das Hineinstecken des Steckers - schaffte er, allerdings mit etwas mehr Mühe, auch!
Schade, die eingesenkte Steckeradaptierung zur Bauchseite war mir so gut gelungen und sah auch wunderschön aus.
Dann folgte Prototyp Nr. 3, bei ihm verlegte ich die Kupplung auf die gegenüberliegende Kammerseite, die am Metall anliegt. Diese Konstruktion konnte mein Tester dann nicht mehr überlisten. Einziger Nachteil war, dass der Kabelbaum, der sich im Inneren befindet und dort mit Silikon eingegossen wird, mir in seiner Platzierung erheblich mehr Schwierigkeiten bereitete.

  Bei der Auswahl des richtigen Elektro -TENS - Gerätes, die es ja sehr zahlreich auf dem Markt gibt, entschied ich mich für ein Zwei - Kanal - Gerät, welches Elektro - Dildo und Penisröhre gleichzeitig aber unterschiedlich unter Strom setzen kann, das mit 80 mA leistungsstark genug ist und der Schlüsselherrin eine bequeme Handhabung bietet.


Denn wenn sie ihren Mann als Verwöhnsklaven z.B. als Lecksklaven einsetzen will und diesen durch Stromstöße so motivieren will, dass sie die Leckfrequenz (Hz) und die -intensität (mA) damit variieren will, braucht sie ein großes Display und gut angebrachte Regler, um sich ihrer Lust richtig hingeben zu können.
Um dieses Vergnügen noch weiter zu perfektionieren, baute ich an unserem Intimstuhl (zu sehen Deck 5, Geräte-Katalog, linker Würfel) eine Steckhalterungskonstruktion, damit die Herrin das TENS - Gerät gut mit einer Hand bedienen und das Display bequem mit den Augen erfassen kann. Dieses SM - Gerät eignet sich besonders für das Verwöhnspiel. Der Lecksklave kann praktisch mit den Händen daran fixiert werden und sich auf dem Kniepolster, in eine devote Haltung gezwungen, gut seiner Arbeit widmen.

Die Ausstattung des Keuschheitsgürtels mit einer Funkfernbedienung, die schnurlose Variante für Außenaktionen, wollte ich erst in Angriff nehmen, wenn sich Größe und Preis der Geräte in einen akzeptablen Rahmen eingependelt haben. Es scheint jetzt, als wäre der Zeitpunkt gekommen, mich ans Werk zu machen. Natürlich ging meine Vorstellung in die Richtung, dass der Empfänger sich innerhalb des Keuschheitsgürtels befinden muss. Der Platz dafür, das dürfte wohl klar sein, musste sich innerhalb der Silikonkammer finden und zwar aus folgenden Gründen.
Erstens, dass alle bisherigen Inhaber meiner Keuschheitsgürtel, die ich je hergestellt habe, durch einfaches Herausnehmen der Kammer und Einsetzen der Stromkammer ein ganz neues Spiel zur Verfügung bekommen und dieses einfach telefonisch bestellen können, ohne ihren Gürtel dafür einschicken zu müssen. Dafür sind alle Aufnahmezentrierungen von vornherein genormt worden. Zweitens, dass kein zusätzliches Kästchen von außen angebracht werden muss, welches man unter der Alltagskleidung schlecht verstecken kann und drittens, um das elegante Design des Gürtels nicht zerstören zu müssen.

Stromkammer mit Funkfernbedienung

Zunächst begann ich mit der Auswahl der richtigen Funkfernbedienung. Ich liess mir dafür von allen führenden Anbietern die Geräte zur Ansicht kommen. Die Entscheidung über das beste Gerät für unseren Zweck ging doch sehr schnell über die Bühne. Meine Auswahlkriterien stützten sich auf Leistung, Größe des Empfängers und handliches Design. Das Rennen machte die Firma Innotek aus den USA.
Der nächste Schritt ging dahin, den Funkempfänger nun so in der Kammer zu platzieren, dass er
a) im abgeschlossenen Zustand nicht entfernt werden kann,
b) zum Laden herausnehmbar sein muss,
c) beim Einsetzen eine sichere Kontaktierung hergestellt wird und
d) stellte ich mir noch zusätzlich vor: wenn man den Empfänger herausnimmt und einen speziellen Adapterstecker an dieser jetzt freigewordenen Stelle einfügt, sollte man mit der Funkempfängerkammer in der Lage sein, auch ein TENS - Gerät anschließen zu können.
Ich fing damit an, dass ich um die Außenhülle der Silikonkammer einen Drahtkäfig baute, dessen lichte Weite der Stäbe so groß bemessen war, dass ich mit meinen Fingern in das Innere des Modells gelangen konnte. Natürlich musste sich der Drahtkäfig öffnen lassen, damit ich die verschiedenen Größen unserer Genitalien-Positiv-Modelle dort hinein platzieren und befestigen konnte.
Nun legte ich den Empfänger in meinen Käfig, dessen gebogene Form mich in seiner Einlegerichtung schon einschränkte. Dabei stellte ich mir vor, wenn ich den Käfig verschlossen habe, dass ich die ideale Position nun von außen mit meinen Fingern, die in den Käfig greifen konnten, bestimmen kann.
Na ja, das zur Theorie. Heraus kam, dass der Käfig sich erst gar nicht schließen liess. Der Empfänger war noch zu groß.
Da damals bei der Konstruktion des Keuschheitsgürtels einer der Anforderungspunkte war, dass er unter der Alltagskleidung nicht sichtbar sein sollte, baute ich ihn so klein wie möglich. Ein paar Millimeter mehr, wären mir jetzt aber lieber gewesen.
Ich nahm den Empfänger wieder aus dem Käfig und legte ihn vorsichtig auf den gusseisernen Tisch, schaltete die Maschine ein und schob ihn der Länge nach, genau mittig gepeilt, mit samt seinem Innenleben (Elektronik), durch die Bandsäge.
Jetzt konnte ich mir ein Bild von Innen machen. „Aha“ dachte ich: „diese Ecken hier sind völlig überflüssig, die kommen schon mal weg.“
Dann bestellte ich einen zweiten Empfänger und fräste das überflüssige vom Gehäuse bis zu einer klar definierten maßlichen Grenze weg, ohne die Wasserdichtigkeit zu beeinträchtigen. Nun ließ sich auch mein Drahtmodell schließen.
Um Punkt a) zu erfüllen, darf der Empfänger nicht auf der Bauchseite der Silikonkammer herausnehmbar sein, sondern auf der Seite, die an der metallischen Innenfläche des Gürtels anliegt. Diese Erfahrung hatte ich schon machen müssen, als es um die Platzierung des Steckers für die TENS - Kammer ging.

Ich packte meinen Motorradkoffer mit folgenden Utensilien: dreidimensionaler Käfig mit Empfänger, Schieblehre, Bleistifte, Radiergummi, Zeichenbrett, Feile usw., also das Übliche, was man so braucht, wenn man an einem Sommertag an einen schönen See fahren will.
An meinem Lieblingsbaggersee angekommen, spannte ich die Hängematte zwischen meine beiden Kiefern, stellte den geöffneten Koffer in greifbare Nähe, zog meine Kluft aus und legte mich in die Matte.
Auf der Fahrt schon dachte ich, dass ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte, nämlich Fliege a) und c) genauer gesagt.
Um das unerlaubte Entfernen das Empfängers noch mehr zu erschweren, stellte ich mir Hinterschneidungsnasen aus dem flexiblen Silikon der Kammer vor, die den Empfänger umgreifen und dadurch für einen festen Sitz und sichere Kontaktierung sorgen.

In der Hängematte liegend und den Drahtkäfig vor der Nase haltend, versuchte ich mir den noch fehlenden Kabelbaum als geschlossenen Stromkreis vorzustellen. Eins wurde dabei klar, egal wie auch immer die Steckverbindung vom Empfänger zum Kabelbaum aussehen würde, ich werde eine spezielle neue Herstellungsform für die Kammer bauen müssen, die als Besonderheit ein Montagefenster benötigt, um den Kabelbaum verlegen zu können. [Kurze Erklärung: Um einen Silikon - Gießling herstellen zu können, braucht man zwei Formhälften, um das ausgehärtete Bauteil durch Öffnen der Form über Trennebenen herauszuholen zu können (= Entformen)].
Mein Problem war, dass der Empfänger wegen Punkt a ) zum Formoberteil gehörte, die Röhrenkontakte sich aber am Formunterteil befanden. Beide Formhälften müssen also schon miteinander verschraubt sein, um die Kontakte verbinden zu können. Nur durch das Montagefenster war dies zu realisieren.

Nun zu der Steckkontaktverbindung vom Empfänger zum Kabelbaum. Das stellte ich mir so vor, dass in elektrisch leitfähiges Silikon einvulkanisierte Kupferlitzen in die Form einer Kupplung gebracht werden, welche die Gewindezapfen des Empfängers in sich aufnehmen sollten. Der Weg dieser Idee hat mich ca. zwei Monate gekostet, bis er sich als Sackgasse erwies.
Das Problem war, egal von welchem Hersteller ich leitfähiges Silikon in meine eigens hergestellte Form presste, zeigte das Material schon nach wenigen Stunden Risse. Trotz Tempern und verschiedenster Trennlacke - immer das gleiche Ergebnis.
Die Hersteller hatten dieses Material nur für Oberflächenbehandlungen gegen statische Aufladung im Zehntelmillimeterbereich entwickelt.
Andere Materialien im flüssigen Zustand waren auf dem Markt absolut nicht zu bekommen.
Also entschied ich mich für eine sichere, klassische Methode der Kontaktierung.

Aus Messingdraht formte ich Spangen, welche die Kontaktierung des Empfängers umgriffen und so gefertigt waren, dass sie eine ausreichend große Fläche besaßen und von dem Silikon formschlüssig aufgenommen und fixiert werden konnten.
Um die flexiblen Silikonkabellängen zu ermitteln, die dann an die Spangen gelötet werden sollten, musste ich zuerst die neue Form mit dem Montagefenster bauen.
 

Nach ca. drei Wochen war diese einsatzbereit. Mit gekröpften Spitzzangen konnte ich nun innerhalb der geschlossenen Form, durch das Montagefenster greifend, die Messingspangen einklicken und die Kabellängen ermitteln.

Das nächste Problem tat sich auf. Die hochflexiblen Silikonkabel machten, was sie wollten. Entweder lagen sie an der Oberfläche der Außenform oder am Positivkern der Hodenkammer oder an den dünnen Kanälen der Reinigungsdüsen an.
Ein steifes Kupferdrahtkabel hätte man so positioniert biegen können, dass es selbständig seine Lage halten würde, damit wäre alles viel leichter gewesen. Nur diese Option hatte ich nicht - im Gegenteil - durch die Flexibilität der Silikonkammer würde das steife Kabel im Inneren der Kammer über kurz oder lang brechen.
Irgendwie musste ich spezielle Abstandshalter erfinden, um die Lage der flexiblen Silikonkabel vorzubestimmen.
Mittlerweile wurde der Raum in der Kammer so etwas von eng, dass nur noch die dünnen Finger meiner Frau darin arbeiten konnten.
Mit Engelshänden verschlossen wir nun das Montagefenster der Stromform und pumpten die zähe Silikonmasse unter hohem Druck in die Form, bis das Material die Markierungslinien der Steiger erreichte.
24 Stunden später zogen wir alle Adaptierungszapfen aus der Form und öffneten sie.
Der Prototyp Nr.1 war geboren und gleichzeitig Ausschuss. Die Silikonkabel hatten sich trotz Abstandstandshalter wegen der zähen Masse oder dem hohen Druck an die Oberfläche der Formteile drücken lassen. Das äußerte sich so, dass sie von außen sichtbar und damit nicht ausreichend eingegossen waren.
Der zweite Mängel war, dass die Messingspangen beim Herausziehen des Empfängers nicht ausreichend in Silikon gebettet waren und dadurch Risse in diesem Bereich verursachten. Ich nahm entsprechende Änderungen vor.

Bei Prototyp Nr. 4 hatte ich die Probleme im Griff. Der Trick war, die Zwei-Komponenten-Silikonmasse unter geringerer Temperatur anzumischen, somit verlängerte sich die Topfzeit um ca. eine Viertel Stunde, dadurch konnte ich den Druck verringern und damit die Einströmgeschwindigkeit erheblich verlangsamen.
Eins wurde durch Prototyp Nr. 4 klar, dass sich die Serienherstellung der Reizstromkammern in einem exakt einzuhaltenden Zeit- und Temperaturrahmen bewegen musste.
Prototyp Nr. 4 war nun bereit, im Alltag getestet zu werden. In der drei-wöchigen Testphase hatte der Benutzer mit seiner Frau alles durchgespielt, was der Alltag so brachte. Heraus kam, dass die Kammer das leistete, was ich mir vorgestellt hatte, genauer gesagt, meine Erwartungen übertroffen wurden, denn die Schlüsselherrin bekam durch die Funkfernbedienung ein viel größeres Vergnügen an dem Spiel, gegenüber der Tatsache, nur im Besitz des Schlüssels zu sein.
Durch die Fernbedienung, die sie leicht in ihrer Handtasche mitführen konnte, gingen alle Meinungsverschiedenheiten oder Entscheidungen zu ihren Gunsten aus. Das Gefühl, die absolute Macht zu besitzen, förderte das Spielgefühl auf eine nie erlebte Weise in der Beziehung. Manchmal ärgerte sich die Partnerin darüber, dass er sofort gehorchte oder ihrer Meinung war, denn dann machte es keinen Sinn, den roten Knopf ihrer Bedienung zu drücken.
Er berichtete mir, dass er sich oftmals seine Frau strenger gewünscht hätte, um seine keusche Rolle im Alltag noch stärker zu erfahren.

Durch die Stromstöße auf seinen Penis spürt er jetzt seine Ausgeliefertheit viel heftiger und erlebt die Macht und die Strenge seiner Schlüsselherrin - selbst bei so banalen Dingen wie Einkaufen.
Mit der Funkfernbedienung ist es für sie viel leichter geworden, das rote Knöpfchen zu drücken macht ihr Spaß.
Die Einstellungsstufe 4 ist die, die sich im Laufe der Zeit etabliert hatte, bei der er gut gezuckt und stets gehorcht hatte.
Bei der Einstellungsstufe 3 gab es noch Diskussionen, bei 4 nicht mehr. Daher gab es für sie keine Veranlassung noch höher zu gehen. Nach oben hin waren also noch genug Reserven vorhanden.

Die Funkempfängerkammer war nun für die Serienproduktion bereit.
  IUT 300

Nach ein paar Wochen bekam ich wieder eine Idee, was das Einspeisen des Stromimpulses in die Peniselektrode betraf. Die Idee war, die Einspeisung von beiden Seiten vorzunehmen, stellt wie bisher von einer Seite. Das hätte den großen Vorteil, wenn es mir noch gelingen würde, unsere flexible Flächenelektrode so zu modifizieren, dass sie einen entsprechenden Widerstandswert (Ohm pro cm) bekäme, dann würde sich der Stromfluss, von beiden Seiten aus gesehen, zur Mitte hin langsam abschwächen und ein verbessertes Gefühl auf die Reizpunkte des Penis erzeugen, nämlich die, die dafür zuständig sind, einen Orgasmus zu bekommen.

Ich stoppte die Serie und sagte Mona, dass sie die Kunden noch etwas vertrösten müsse. Ich kam auf diese Idee mit dem Widerstandswert, da die Hersteller, welche die Gummielektroden verkauften, unterschiedliche Widerstandswerte ihrer Produkte angaben. Ich lies mir einige Proben kommen, um mit ihnen zu experimentieren.
Heraus kam, dass wir für unsere Elektrode noch ein höherohmiges Produkt benötigten, das aber der Hersteller erst speziell für uns anfertigen musste, natürlich in einer größeren Menge, sonst würde sich der Aufwand für den Hersteller nicht lohnen.
Besessen von meiner Idee riskierte ich es und zahlte Elektroden für ein paar Jahre im Voraus.
In der Zwischenzeit waren meine Kunden, die einen Keuschheitsgürtel mit Funkkammer bestellt hatten, sehr ungeduldig geworden, weil ich mich schon über dem Auslieferungstermin befand.
Dummerweise bekam ich wieder eine Idee, die Passage in der Röhre noch ein wenig zu verengen, an der Stelle, wo die Peniselektrode sich befinden sollte.
Die Umsetzung dessen hat mir wirklich den letzten Nerv geraubt und den meiner wartenden Kunden.

Nach Monaten der Weiterentwicklung konnten wir die Serienproduktion der Funkkammer wieder aufnehmen. Als nächstes wollte ich mich nun mit dem Adapterstecker beschäftigen, mit dem man die Funkkammer auch mit dem TENS - Gerät verbinden und als TENS - Kammer benutzen kann. Aber die angestauten Aufträge ließen es nicht zu.

Dieses Problem ist ein in Zukunft immer größer werdendes Problem für mich. Auf der einen Seite verbuchen wir immer mehr Aufträge für unsere Produkte und zusätzlich vergrößert sich ständig unsere Produktpalette. Für dieses Thema gibt es nur zwei Wege, entweder man konzentriert sich auf die korrekte Termineinhaltung - der Kunde ist dann erst mal zufrieden. Ein paar Monate später gibt es das gleiche Produkt in einer verbesserten Qualität - dann ärgert sich der Kunde.
Der zweite Weg, man schafft den Termin nicht - der Kunde ärgert sich, weil man wieder eine neue Idee hat und an dem Produkt herumfeilt bis zur Perfektion. Der Kunde bekommt sein Produkt verspätet, wenn er jetzt noch wüsste, was er dafür bekommen hat, wäre die Welt in Ordnung.
Aber wie sagt das Sprichwort – „Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre .....“.
Ich denke, dass der zweite Weg für den Kunden der richtige ist, auch wenn er es nicht sofort sehen kann.

Nachtrag zur Funkkammer
Ein Pärchen berichtete mir von ihrem Erlebnis im Kino. Ihr Mann, offensichtlich sehr vertieft in den Kinofilm und Popkorn in sich reinstopfend, hatte kein Auge für sie, obwohl sie sich so hübsch gemacht hatte. Das passte seiner Herrin nicht, dass seine ganze Aufmerksamkeit dem Film galt und nicht ihr.

 

Sie nahm die Fernbedienung und drückte den Auslöser - aber nichts passierte.
Sie ging auf eine höhere Einstellungsstufe und drückte erneut - wieder nichts. Sie dachte, vielleicht wäre die Batterie schon zu schwach und ging immer höher. Bei Stufe 7 stießen seine Füße plötzlich gegen den Stuhl des Fordermannes, das ganze Popkorn flog durch die Luft und verteilte sich über die umliegenden Kinogäste, die natürlich dumm guckten, zumal die Filmszene in keinster Weise diese Reaktion erklären konnte.

Natürlich haben sich die beiden Gedanken darüber gemacht. Die Ursache war nicht die Batterie, sondern der Umstand, dass sich sein Penis durch denn fesselnden Film in einen kleinen Zustand begeben hatte und dadurch gerade nicht die Elektrode berührte.

Um in Zukunft sicher zu gehen, dass der Kontakt immer gegeben ist, baute ich eine neue Funkkammer, die mit einem zweiten, schmalen aber höher angeordnetem Kontakt ausgestattet wurde. Diese Verbesserung lies ich in die Serienproduktion einfließen.


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